Berlin Paul Singer Haus
Quelle: vorwärts

Paul-Singer-Haus in Berlin

Hier ist Otto von Bismarck zur Schule gegangen, in die Plamannsche Erziehungsanstalt. Heute steht hier ein Haus, das nach einem der schärfsten Widersacher des Reichsgründers und Anti-Demokraten benannt ist. Paul Singer (1844-1911) war nicht nur zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender der SPD- Reichstagsfraktion und – neben August Bebel – Vorsitzender der SPD, er finanzierte nach dem Ende der Bismarck‘schen Sozialistengesetze auch die Wiederauferstehung des „vorwärts“. Aktiv bekämpfte Singer die Wohnungsnot im Berlin der vorletzten Jahrhundertwende. Als Jude war er Opfer antisemitischer Hetze. Dennoch wurde er im Wahlkreis Kreuzberg immer wieder mit großer Mehrheit gewählt. Bei seiner Beerdigung auf dem Friedhof der Sozialisten waren in Berlin rund eine Million Menschen auf den Beinen –

nie hat die Stadt einen größeren Trauerzug gesehen. Seit 1999 arbeiten im Paul-Singer-Haus Redaktion und Verlag des „vorwärts“. Im Hinterhof ist das Politische Archiv des SPD-Parteivorstands untergebracht. Im Treppenhaus erinnern Tafeln und Fotos an Singer und die wechselvolle Verlagsgeschichte.

Paul-Singer-Haus
Stresemannstr. 30
10963 Berlin
030 / 25594100
redaktion@vorwaerts.de
www.vorwärts.de
Mo-Fr 8-18 Uhr

Anfahrt:
U6 Hallesches Tor; U7 Möckernbrücke;
S-Bhf. Anhalter Bahnhof

Pausentipps:
Willy‘s: Café im Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

Café So
Stresemannstr. 34
10963 Berlin

Weitere Sehenswürdigkeiten:
Willy-Brandt-Haus, die Parteizentrale der SPD: Im Foyer steht die überlebensgroße Willy-Statue von Rainer Fetting. Hier und in zwei weiteren Galerien finden Wechselausstellungen statt.

Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin
030 / 25993700
www.willy-brandt-haus.de
www.freundeskreis-wbh.de

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